Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e.V.
Teilstrecke Kocher-Jagst
Fast parallel schwingen sich die Flüsse Kocher und Jagst in großem Bogen vom Rand der Ostalb durch die Hohenloher Ebene zum Neckar. Diesen beiden Flüssen entlang folgt der Kocher-Jagst-Radweg, der sich in wenigen Jahren zu einer erfolgreichen Langstrecken-Route gemausert hat. Er bietet rund 330 Kilomter außergewöhnlich abwechslungsreiche Strecken mit familienfreundlichen Abschnitten ebenso, wie einigen anspruchsvolleren Steilstücken. Man kann seine Tour an jedem beliebigen Punkt des Rundkurses beginnen.
An Kocher und Jagst verbinden sich eindrucksvolle Landschaften und interessante Städte und Dörfer zu großartigen Tourenerlebnissen.
|  Radler auf dem Kocher-Jagst-Radweg (Bildquelle: Eva-Maria Kraiss) |
Am Oberlauf des Kochers erinnert Aalen mit dem Limesmuseum an die Zeit der Römer, locken die Limes-Thermen zu Badewonnen. Auch lohnt eine Fahrt mit dem Grubenbähnchen ins Besucherbergwerk "Tiefer Stollen". Die Strecke zwischen Aalen und Schwäbisch Hall verläuft überwiegend im Tal. In den fachwerkgeschmückten Städten am Kocher laden Schlösser und Museen zur Besichtigung ein, zum Beispiel Schloss Fachsenfeld bei Aalen oder die einstige Residenz der Schenken von Limpurg in Gaildorf. Viel Zeit sollte man für die historische Salzsiederstadt Schwäbisch Hall einplanen, wo Deutschlands größte Freitreppe im Sommer zur Theaterbühne wird. Bedeutende Kunst alter Zeit ist in der Comburg zu bewundern, hochkarätige Werke zeitgenössischer Maler und Bildhauer in der Kunsthalle Würth. Im Hohenloher Freilandmuseum wird die Welt unserer Groß- und Urgroßeltern wieder lebendig. |  Stadt Schwäbisch Hall (Bildquelle: Martina Gazdag) |
Stadt Forchtenberg (Bildquelle: Marion Schlund)
 Stauferburg Krautheim (Bildquelle: Marion Schlund) | Anschließend Künzelsau mit seinen Teilorten (Gaisbach: Museum Würth; Schloß Stetten: Burgfestspiele) erwartet gastfreundlich die. Immer häufiger begleiten nun Weinberge an den steilen Hängen den Radwanerer, der die romantischen Städtchen Niedernhall (mit Solebad), Forchtenberg (mit Gedenkstätte Geschwister Sophie und Hans Scholl) und Neuenstadt am Kocher (Festspiele) passiert.
Bei Bad Friedrichshall erreicht die Route das Neckartal. Dort lohnt sich eine Einfahrt in das Besucher-Salzbergwerk. Nach wenigen Kilometern wechselt der Radweg nun in das fast parallel zum Kocher verlaufende Jagsttal.
Die Strecke folgt längere Zeit den Spuren des Götz von Berlichingen. In Jagsthausen wurde er geboren, in Möckmühl und Krautheim erinnern Burgen an den Ritter mit der eisernen Faust. In Krautheim steht an der Originalstelle des Götz-Zitats ein Gedenkstein.
Im Kloster Schöntal fand er seine letzte Ruhe. Weltberühmt wurden inzwischen die Burgfestspiele in seinem Geburtsschloss Jagsthausen. Bei jeder Biegung im eng eingeschnittenen Tal eröffnen sich nun neue, überraschende Ausblicke.
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Hoch über der Jagst taucht Schloss Langenburg mit einem der schönsten Renaissance-Innenhöfe Deutschlands auf. Im Automobilmuseum sind chromglänzende Oldtimer zu bewundern.
Alte Türme und verwinkelte Gassen und das darüber thronende Schloss verleihen auch Kirchberg an der Jagst ein mittelalterliches Stadtbild. Bei Crailsheim führt der Weg aus dem engen Schluchttal, sanfte Landschaftsformen prägen nun das Bild. Ellwangen bildet einen weiteren städtebaulichen Glanzpunkt, überragt von der berühmten barocken Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.
Ab hier kann man direkt zurück nach Aalen radeln oder die anspruchsvollere Strecke über Lauchheim und den Albaufstieg zur Kapfenburg wählen, um dann den Rundkurs wieder am Kocher zu schließen.
|  Schloss Langenburg  Schloss Kirchberg (Bildquelle: Beate Buckel) |